Differenz zwischen Xanax und Valium

Xanax ist der Handelsname von Alprazolam. Alprazolam ist ein kurz wirkendes anxiolytisches Medikament, das zur Behandlung verschiedener Angststörungen wie Panikstörungen, allgemeinen Angststörungen und sozialen Angststörungen eingesetzt wird. Es gehört zur Benzodiazepin-Klasse und bindet stark an GABA A -Rezeptoren. Alprazolam ist ein chemisches Analogon von Triazolam, das sich in Abwesenheit eines Chloratoms an der o-Position des 6- Phenylringes unterscheidet. Ferner wirkt das Molekül als sedatives und antikonvulsives Mittel. Die Spitzeneffekte werden im Falle einer Panikstörung innerhalb von 1,5 bis 1,6 Stunden erreicht. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Sedierung, Schläfrigkeit, Hypotonie und beeinträchtigtes Gleichgewicht. Das Medikament ist mit möglichen Entzugssymptomen verbunden, da es zur Bildung von Gewohnheiten führen kann. Weiter kann das Medikament CNS (Zentralnervensystemdepression) verursachen.

Valium ist der Handelsname von Diazepam, das auch ein Benzodiazepin ist. Die Indikationen von Valium sind Angstzustände, Entzugssymptome im Zusammenhang mit Alkohol und anderen Benzodiazepinen, Muskelkrämpfe, Krampfanfälle, Schlaflosigkeit und das Syndrom der unruhigen Beine. Das Medikament wird auch verwendet, um Gedächtnisverlust zu verursachen, insbesondere bei posttraumatischen Belastungsstörungen. Häufige Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit und mangelnde Koordination. Schwere Nebenwirkungen sind jedoch selten und können Selbstmordgedanken und ein erhöhtes Anfallsrisiko umfassen.

Beide oben genannten Medikamente wirken auf die GABA-A-Rezeptoren. Diese Rezeptoren sind Liganden-gesteuerte Chloridkanäle. Wenn daher ein solches Medikament an diesen Rezeptoren auftritt, findet der Eintritt von Chloridionen in die postsynaptische Membran statt und verursacht dessen Hyperpolarisation. Daher wirken die Medikamente, um das Auslösen von Aktionspotential in den nachfolgenden Neuronen zu reduzieren und eine beruhigende Wirkung auf den Geist zu verursachen. Diese Medikamente wirken auf die Strukturen des limbischen Systems, die mit Emotion und Lernen verbunden sind. Der GABA-A-Rezeptor ist ein Heterodimer und besteht aus Alpha-, Beta- und Gamma-Untereinheiten, die für spezifische Wirkungen wie Sedierung, Muskelrelaxanz, Gedächtnisverlust (anterograde Amnesie) und antikonvulsive Wirkungen verantwortlich sind. Detaillierte Vergleiche dieser beiden Medikamente werden im Folgenden erläutert:

Eigenschaften Valium (Diazepam) Xanax (Alprazolam)
Chemische Verbindung Benzodiazepine Benzodiazepine
Chemische Struktur

> Wirkungsmechanismus

GABA-A-Rezeptor-Agonisten stimulieren den Eintritt von Chloridionen in benachbarte Neurone und inhibieren diese GABA-A-Rezeptoragonisten und stimulieren den Eintritt von Chloridionen in benachbarte Neuronen und inhibieren diese. Erhöht die Dopaminkonzentration im Striatum
Nein Ja Indikationen
Hauptsächlich zur Behandlung von Schlafstörungen im Zusammenhang mit Angstzuständen, Alkoholentzugssyndromen und Panikattacken.Auch zur Behandlung von Schwindel, Tetanus, Begleittherapie bei Paraplegie oder Tetraplegie. Verschiedene Angst- und Angststörungen wie GAD, Panic Disorders. Es ist in erster Linie ein Anxiolytikum. unterdrückt Hypothalamus Hypophysen Nebennieren Achse
schwach stark verwendet, um Benzodiazepine Entzugserscheinungen zu behandeln
ja nein Behandlung von Status Epilepticus
verwendet als First-Line-Therapie und wirkt als potenter Antikonvulsivant nicht empfohlen, da er Anfälle verursachen kann Behandlung von Eklampsie
ja nein Kontraindikationen
Ataxie (Gangverlust), Hypoventilation, hepatisch Probleme, Dialyse, Schwangere, Koma und schwere Depression, Myasthenia gravis Schwindel, Hypotonie und Gleichgewichtsstörungen. Darf nicht mit Alkohol verabreicht werden Pädiatrische Anwendung
Nicht empfohlen unter 18 Jahren, außer Epilepsie Kann unter 18 Jahren unter ärztlicher Aufsicht verabreicht werden Ältere Patienten
Kann Herzstillstand verursachen, daher sollte bei Personen mit Herzleiden mit Vorsicht und Überwachung verabreicht werden kann bei älteren Patienten gegeben werden Entzugserscheinungen
nicht schwer, da die Eliminationshalbwertszeit verlängert ist Die mittlere Plasmaeliminationshalbwertszeit ist kürzer ca. 11. 2 Stunden Nebenwirkungen
Depression, Sedierung Gelbsucht, Halluzinationen und Sedierung Medikamentenabhängigkeit
Niedrig Hoch Verabreichungsweg
Oral, IV ( in verdünnter Form) und IM und Suppositorium. Die IM Route hat eine langsame Absorption. Hauptsächlich oral Beginn der Aktion
Sehr schnell innerhalb von 5 Minuten und 15-30 Minuten der IV-Verabreichung und IM bzw. Langsame Freisetzung Spitzeneffekte
Innerhalb von 15 Minuten bis zu einer Stunde < 1. 5-1. 6 Stunden oder sogar Wochen Bioverfügbarkeit sehr hoch
weniger Proteinbindung 96-99%
80%